Sicheres Online-Shopping: So schützen Sie Ihr Geld und Ihre Daten

Ein paar Klicks, und das Paket steht vor der Tür: Online-Shopping ist bequem. Doch zwischen Warenkorb und Bezahlung übersieht man schnell etwas - etwa unerwartete Zusatzkosten, unklare Rückgabebedingungen oder eine verdächtige Zahlungsanfrage. Gerade in der Vorweihnachtszeit, wenn besonders viele Bestellungen zusammenkommen, lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie vor, während und nach dem Online-Einkauf achten sollten, um Ihr Geld und Ihre persönlichen Daten besser zu schützen.

Online-Shops und Verkäufer: Worauf sollten Sie achten?

Sie entdecken ein interessantes Angebot auf einem grossen Online-Marktplatz oder über eine Werbung in den sozialen Medien. Auf den ersten Blick wirkt alles vertrauenswürdig. Doch wer steckt eigentlich hinter dem Angebot?

Zwei Dinge sollten Sie vor der Bestellung prüfen:

  • Verkäufer genau anschauen: Auf grossen Verkaufsplattformen bieten häufig unabhängige Händler ihre Produkte an. Achten Sie darauf, von wem Sie tatsächlich kaufen und wie Sie den Anbieter erreichen können.
  • Den richtigen Einkaufsweg wählen: Öffnen Sie einen Online-Shop möglichst über seine offizielle Website oder App, statt auf Links in unerwarteten Nachrichten zu klicken.

Kaufen Sie zum ersten Mal bei einem unbekannten Anbieter, lohnt sich eine zusätzliche Überprüfung. Welche Warnzeichen auf Betrug hindeuten und wie Sie einen verdächtigen Shop erkennen, erfahren Sie in unserem Beitrag «Fake-Shops: So schützen Sie sich beim Online-Shopping».

Zusatzkosten und Rückgaberecht: Das sollten Sie wissen

Das Geschenk ist gefunden, der Preis passt – doch kurz vor dem Bezahlen tauchen plötzlich zusätzliche Kosten auf. Gerade bei Bestellungen aus dem Ausland kann aus einem vermeintlichen Schnäppchen schnell eine teurere Angelegenheit werden.

Ein kurzer Check vor dem Kauf lohnt sich:

  • Gesamtpreis prüfen: Achten Sie auf Versandkosten und mögliche Einfuhrabgaben. Bei Lieferungen aus dem Ausland können zusätzlich Mehrwertsteuer und Gebühren für die Verzollung anfallen.
  • Rückgabebedingungen lesen: Passt die bestellte Ware nicht oder gefällt sie Ihnen doch nicht? In der Schweiz gibt es bei Online-Einkäufen kein allgemeines gesetzliches Widerrufsrecht. Ob Sie etwas zurückschicken können, hängt von den Bedingungen des Anbieters ab.
  • Versteckte Abos erkennen: Hinter günstigen Probeangeboten können sich kostenpflichtige Abonnements verbergen. Prüfen Sie deshalb, ob Sie einen einmaligen Kauf tätigen oder regelmässige Zahlungen vereinbaren.

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Sicher bezahlen: Welche Zahlungsmethode ist die richtige?

Der Warenkorb ist gefüllt, jetzt fehlt nur noch die Bezahlung. Doch welche Zahlungsart ist am sichersten? Gerade bei einem Online-Shop, in dem Sie zum ersten Mal bestellen, lohnt es sich, die verfügbaren Möglichkeiten genauer anzuschauen.

Diese Zahlungsarten haben unterschiedliche Vor- und Nachteile:

  • Kauf auf Rechnung: Sie bezahlen in der Regel erst nach Erhalt der Ware. Prüfen Sie vor der Bestellung, wann die Rechnung fällig wird und ob zusätzliche Gebühren anfallen.
  • Kredit-, Debit- oder Prepaidkarte: Wird die Ware nicht geliefert oder ein Betrag doppelt abgebucht, können Sie die Zahlung beim Kartenanbieter beanstanden. Wichtig sind dabei die geltenden Fristen und entsprechende Belege. Eine Rückerstattung ist nicht garantiert.
  • Vorauszahlung per Banküberweisung: Hier ist besondere Vorsicht geboten. Überweisen Sie Geld an einen betrügerischen Anbieter, lässt sich die Zahlung oft nur schwer rückgängig machen.
  • TWINT und PayPal: Beide ermöglichen bequemes Bezahlen im Internet. PayPal bietet bei berechtigten Einkäufen einen Käuferschutz. Bei TWINT ist besonders bei Zahlungen an unbekannte Privatpersonen Vorsicht geboten, da sich diese in der Regel nicht rückgängig machen lassen.

Achten Sie beim Bezahlen ausserdem auf eine verschlüsselte Verbindung. Diese erkennen Sie am «https» in der Webadresse. Das schützt zwar die Datenübertragung, ist aber noch kein Beweis dafür, dass der Shop seriös ist. Viele Online-Shops bieten an, Ihre Kartendaten für den nächsten Einkauf zu speichern. Bei Anbietern, die Sie nur selten nutzen, können Sie darauf verzichten und die Daten bei Bedarf erneut eingeben.

Kundenkonto und Geräte schützen: Auch Ihr Kundenkonto verdient etwas Aufmerksamkeit. Verwenden Sie für jeden Online-Shop ein eigenes, sicheres Passwort und aktivieren Sie nach Möglichkeit die Zwei-Faktor-Authentifizierung. Halten Sie zudem Ihren Browser und Ihr Smartphone aktuell. Für Einkäufe und Zahlungen empfiehlt sich eine vertrauenswürdige Internetverbindung statt eines offenen öffentlichen WLANs.

Zusätzlicher Schutz bei der Kartenzahlung

Sie haben Ihre Kartendaten eingegeben und möchten den Einkauf abschliessen. Plötzlich erscheint auf Ihrem Smartphone eine Aufforderung, die Zahlung zu bestätigen. Was steckt dahinter?

Bei Swiss Bankers sorgt Mastercard Identity Check für zusätzliche Sicherheit. Bei entsprechend geschützten Online-Einkäufen müssen Sie die Zahlung in der Swiss Bankers App freigeben. Dabei wird überprüft, ob Sie Zugriff auf Ihr Smartphone haben und sich in der App anmelden können. So wird es für Betrüger schwieriger, allein mit gestohlenen Kartendaten einzukaufen.

Worauf sollten Sie achten? Prüfen Sie vor jeder Freigabe den angezeigten Betrag und den Händler. Erhalten Sie eine Zahlungsanfrage, obwohl Sie gerade nichts bestellt haben, bestätigen Sie diese auf keinen Fall.

Auch die Sicherheitseinstellungen der Swiss Bankers App können helfen. Wenn Sie Ihre Karte gerade nicht für Online-Einkäufe benötigen, können Sie Internetzahlungen vorübergehend deaktivieren und bei Bedarf wieder freischalten.

Gut zu wissen: Mastercard Identity Check wird automatisch aktiviert, sobald Sie Ihre Swiss Bankers Karte in der App hinzufügen. Ob bei einem Einkauf eine zusätzliche Bestätigung erforderlich ist, hängt vom jeweiligen Online-Shop ab.

Nach der Bestellung: So bleiben Sie auf der sicheren Seite

Die Bestellung ist abgeschickt, jetzt warten Sie auf Ihr Paket. Doch plötzlich kommt eine SMS: «Ihre Lieferung konnte nicht zugestellt werden. Bitte bezahlen Sie CHF 2.50 für einen neuen Zustellversuch.» Klingt harmlos, kann aber eine Betrugsmasche sein. Über solche Nachrichten versuchen Kriminelle, an Ihre Karten- oder persönlichen Daten zu gelangen.

Auch nach dem Einkauf lohnt es sich, aufmerksam zu bleiben:

  • Bestellbestätigung aufbewahren: Speichern Sie die Rechnung und die Bestellbestätigung, bis Sie Ihre Ware erhalten und geprüft haben.
  • Paketnachrichten hinterfragen: Klicken Sie nicht unüberlegt auf Links in SMS oder E-Mails. Prüfen Sie den Lieferstatus lieber direkt auf der offiziellen Website des Versanddienstleisters.
  • Bei Problemen nachfragen: Kommt die Bestellung nicht an oder erhalten Sie das falsche Produkt, kontaktieren Sie zunächst den Händler. Halten Sie Ihre Reklamation am besten schriftlich fest.

Mehr über betrügerische Paketnachrichten erfahren Sie in unserem Beitrag «Smishing: So schützen Sie sich vor betrügerischen SMS».

Unbekannte Kartenbelastung entdeckt? So gehen Sie vor

Sie prüfen Ihre Kartenumsätze und entdecken einen Betrag, den Sie nicht zuordnen können. Ist das bereits ein Zeichen für Betrug? Nicht unbedingt. Manchmal erscheint ein Online-Shop unter einem anderen Händlernamen auf der Abrechnung. Trotzdem sollten Sie eine unbekannte Zahlung nicht einfach ignorieren.

Diese Schritte helfen Ihnen weiter:

  • Zahlung überprüfen: Vergleichen Sie den Betrag, das Datum und den Händlernamen mit Ihren letzten Bestellungen. Auch die Bestellbestätigungen im E-Mail-Postfach können bei der Zuordnung helfen.
  • Karte absichern: Vermuten Sie einen Missbrauch Ihrer Kartendaten, kontaktieren Sie umgehend Ihren Kartenanbieter. Bei Swiss Bankers können Sie in der Schweiz und Liechtenstein über die Funktion «Karte ersetzen» in der App den notwendigen Prozess einleiten. Im Ausland wenden Sie sich an den Kundenservice.
  • Belastung beanstanden: Können Sie die Zahlung nicht zuordnen, melden Sie diese möglichst rasch. Bei Swiss Bankers steht dafür das Beanstandungsformular zur Verfügung. Halten Sie Zahlungsbelege und weitere Unterlagen bereit.

Haben Sie zusätzlich Passwörter auf einer verdächtigen Website eingegeben, sollten Sie diese auch bei anderen betroffenen Konten ändern. Bei einem Betrugsfall können Sie ausserdem Anzeige bei der Polizei erstatten und den Vorfall dem Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) melden.

Fazit: Sicher online einkaufen

Beim Online-Shopping lohnt es sich, vor dem Bezahlen kurz genauer hinzuschauen. Merken Sie sich vier Dinge: Anbieter prüfen, Gesamtpreis kontrollieren, eine sichere Zahlungsart wählen und bei Betrugsverdacht sofort handeln. So lassen sich viele unangenehme Überraschungen vermeiden – und Sie können Ihren nächsten Online-Einkauf entspannter angehen.