Ein kurzer Moment der Unachtsamkeit genügt: Die Handtasche bleibt im Taxi liegen, das Portemonnaie ist plötzlich verschwunden oder auf dem Kontoauszug taucht eine Zahlung auf, die Sie nicht zuordnen können. Gerade in den Ferien, weit weg von zu Hause, kann das schnell unangenehm werden. Was jetzt? Wen müssen Sie kontaktieren, wie kommen Sie wieder an Geld und was lässt sich bereits vor der Reise vorbereiten? Wir zeigen Ihnen, wie Sie bei Verlust, Diebstahl oder Betrug richtig reagieren.
Wer denkt vor den Ferien schon gerne an gestohlene Karten oder verlorene Dokumente? Dabei reichen ein paar einfache Vorkehrungen, um sich im Ernstfall viel Ärger zu ersparen.
Diese fünf Dinge gehören zu Ihrer Reisevorbereitung:
Unser Tipp: Fragen Sie sich vor der Abreise: Könnte ich meine Reise fortsetzen, wenn morgen mein Portemonnaie und mein Smartphone verschwinden? Wer darauf eine Antwort hat, ist bereits gut vorbereitet.
Das Portemonnaie ist weg. Vielleicht haben Sie es im Taxi liegen lassen, vielleicht wurde es Ihnen gestohlen. Natürlich möchten Sie zuerst danach suchen. Doch solange unklar ist, wo Ihre Karten sind, sollten Sie keine Zeit verlieren. Wichtig ist jetzt vor allem, möglichen Schaden zu verhindern.
Das sollten Sie tun:
Karten sofort sperren: Sperren Sie Ihre Zahlungskarten über die App oder den Kundenservice. Bei Swiss Bankers geht das direkt in der App.
Kontobewegungen prüfen: Kontrollieren Sie Ihre letzten Transaktionen und melden Sie unbekannte Abbuchungen umgehend Ihrem Kartenanbieter.
Smartphone schützen: Ist auch Ihr Handy weg, sperren Sie es möglichst aus der Ferne, lassen Sie die SIM-Karte deaktivieren und sichern Sie wichtige Kontozugänge.
Diebstahl melden: Erstatten Sie anschliessend bei der örtlichen Polizei Anzeige und lassen Sie sich einen Polizeirapport ausstellen.
Ausweisdokumente ersetzen: Fehlt Ihr Reisepass oder Ihre Identitätskarte, wenden Sie sich an die zuständige Schweizer Botschaft oder das Konsulat.
Wichtig: Ihre Sicherheit geht vor. Versuchen Sie nicht, einen mutmasslichen Dieb selbst zu verfolgen. Kümmern Sie sich zuerst um Ihre Karten und persönlichen Zugänge. Alles Weitere lässt sich danach klären.
Sie erhalten eine Nachricht von Ihrem Hotel mit der Aufforderung, Ihre Buchung zu bestätigen. Der mitgeschickte Link sieht seriös aus.Sie geben Ihre Kartendaten ein und merken erst später, dass die Nachricht gefälscht war. Oder Sie entdecken in Ihrer Karten-App eine Abbuchung, die Sie sich nicht erklären können. Welche Tricks Kriminelle nutzen und wie Sie sich davor schützen können, erfahren Sie in unserem Beitrag «Betrugsfallen im Ausland: So schützen Sie Ihre Karte und Ihr Geld».
Bei solchen Betrugsfällen bleibt die Karte oft in Ihrem Besitz. Trotzdem können Ihre Kartendaten bereits in falsche Hände geraten sein. Deshalb sollten Sie schon beim ersten Verdacht handeln.
Was Sie bei einem Betrugsverdacht tun sollten:
Gut zu wissen: Auch wenn Sie eine betrügerische Zahlung selbst bestätigt haben, sollten Sie den Vorfall sofort melden. Ob eine Rückerstattung möglich ist, hängt von den Umständen und den geltenden Kartenbedingungen ab.
Die Karten sind gesperrt, der Diebstahl ist gemeldet und der erste Schreck hat sich gelegt. Doch wie geht es weiter? Schliesslich möchten Sie Ihre Ferien möglichst unbeschwert fortsetzen.
Darauf kommt es jetzt an:
Wieder zu Hause lohnt es sich, den Vorfall nochmals durchzugehen. Müssen weitere Dokumente ersetzt werden? Sind alle Versicherungsfragen geklärt? Und was könnten Sie bei der nächsten Reise anders machen? Vielleicht eine zusätzliche Karte einpacken oder wichtige Unterlagen besser sichern. Oft sind es gerade solche Kleinigkeiten, die beim nächsten Mal einen grossen Unterschied machen.
Niemand möchte in den Ferien an gestohlene Karten, verlorene Dokumente oder Betrugsversuche denken. Doch ganz ausschliessen lassen sich solche Zwischenfälle nicht. Wer eine zweite Karte dabeihat, wichtige Notfallnummern kennt und weiss, wie sich seine Karten sperren lassen, ist im Ernstfall klar im Vorteil.
Und sollte tatsächlich etwas passieren, gilt: Zuerst die Karten und persönlichen Daten schützen, danach alles Weitere klären. Mit etwas Vorbereitung lässt sich so mancher Ärger vermeiden – und hoffentlich bleibt noch genügend Zeit, die restlichen Ferien zu geniessen.