Im Ausland mehr bezahlen, ohne es zu merken? Das kann schneller passieren, als Sie denken. Denn nicht nur Bankgebühren, sondern auch ungünstige Wechselkurse können Ihre Ferienkasse belasten. Eine häufig übersehene Kostenfalle ist die sogenannte Dynamic Currency Conversion (DCC). Was hinter dieser Sofortumrechnung steckt, warum sie teuer werden kann und wie Sie unnötige Kosten vermeiden, erfahren Sie in diesem Beitrag.
Inhalt:
Vielleicht ist Ihnen das im Ausland schon einmal passiert: Sie möchten im Restaurant oder Geschäft mit Ihrer Karte bezahlen und plötzlich erscheint auf dem Kartenterminal die Frage, ob Sie den Betrag in der Landeswährung oder in Schweizer Franken begleichen möchten. Auf dem Display steht dann beispielsweise «Pay in EUR» oder «Pay in CHF».
Genau hier kommt die Dynamic Currency Conversion (DCC) ins Spiel. Dahinter steckt eine Sofortumrechnung, bei der der Betrag direkt in Ihre Kartenwährung umgerechnet wird. Sie sehen also schon beim Bezahlen, wie viele Franken Ihnen belastet werden.
Das klingt zunächst praktisch, hat aber einen Haken: Den Wechselkurs bestimmt der Zahlungsdienstleister des Händlers. Dieser kann einen Aufschlag enthalten, sodass Sie am Ende mehr bezahlen als nötig.
Deshalb lohnt es sich, den Unterschied zu kennen:
Wichtig: Sie müssen die angebotene Sofortumrechnung nicht akzeptieren. Sie können sich beim Bezahlen jederzeit für die Landeswährung entscheiden.
Ein paar Franken mehr für dieselbe Rechnung? Genau das kann passieren, wenn Sie sich beim Bezahlen für die Umrechnung in Schweizer Franken entscheiden. Nehmen wir an, Sie verbringen Ihre Ferien in Italien und bezahlen eine Hotelrechnung von 200 Euro.
So könnte die Abrechnung aussehen:
Für dieselbe Hotelrechnung zahlen Sie mit DCC also CHF 10 mehr, das entspricht rund 5.3%. Die Wechselkurse dienen nur als Beispiel, weitere mögliche Kartengebühren sind nicht eingerechnet.
Bei einer einzelnen Zahlung fällt der Unterschied vielleicht kaum auf. Wenn Sie während Ihrer Ferien aber regelmässig im Restaurant, im Hotel oder beim Einkaufen in Schweizer Franken bezahlen, können sich die Mehrkosten schnell summieren.
Sie möchten im Ausland Bargeld abheben. Kurz bevor der Bancomat das Geld auszahlt, erscheint eine Frage auf dem Bildschirm: Möchten Sie die Währungsumrechnung akzeptieren oder ablehnen? Die Formulierungen können dabei etwas verwirrend sein. Besonders bei englischsprachigen Bancomaten ist nicht immer sofort klar, welche Option die richtige ist.
Achten Sie deshalb auf folgende Begriffe:
Keine Sorge: Wenn Sie die Umrechnung ablehnen, brechen Sie damit nicht den Bargeldbezug ab. Sie verzichten lediglich auf den angebotenen DCC-Wechselkurs.
Gut zu wissen: Auch ohne DCC können Gebühren anfallen. Manche Bancomatbetreiber verlangen eine eigene Bezugsgebühr, und je nach Karte können weitere Kosten entstehen. Prüfen Sie deshalb die angezeigten Gebühren, bevor Sie den Bargeldbezug bestätigen.
Sie haben gerade im Restaurant bezahlt und stellen erst beim Blick auf den Beleg fest, dass der Betrag in Schweizer Franken statt in der Landeswährung abgerechnet wurde. Was nun?
Ist die Zahlung bereits abgeschlossen, können Sie beim Händler nachfragen, ob sich die Transaktion stornieren und erneut in der Landeswährung durchführen lässt. Eine nachträgliche Änderung ist allerdings nicht immer möglich.
Anders sieht es aus, wenn die Umrechnung ohne Ihre Zustimmung erfolgt ist. Sie haben das Recht, selbst über die Währung zu entscheiden. Hat der Händler diese Entscheidung für Sie getroffen, sollten Sie den Zahlungsbeleg aufbewahren und sich an Ihren Kartenanbieter wenden. Dieser kann prüfen, ob eine Reklamation möglich ist.
Haben Sie die Umrechnung hingegen selbst bestätigt, ist eine Reklamation allein wegen des ungünstigen Wechselkurses in der Regel nicht möglich.
Beim Bezahlen im Ausland lässt sich mit ein wenig Aufmerksamkeit oft Geld sparen. Diese drei Tipps helfen Ihnen, unnötige Kosten durch DCC zu vermeiden:
Tipp für die Vorbereitung: Möchten Sie bei Ihrer Ankunft bereits etwas Landeswährung dabeihaben? Mit der Swiss Bankers App können Sie Bargeld in über 60 Währungen bestellen und bequem nach Hause liefern lassen. So sparen Sie sich die Suche nach einem Bancomaten direkt nach der Ankunft. Wechselkurs und Gebühren sehen Sie bereits vor der Bestellung.
Ob beim Abendessen in Rom, beim Shopping in London oder am Bancomaten in Thailand - die Wahl der richtigen Währung kann einen Unterschied machen. Auch wenn die Abrechnung in Schweizer Franken auf den ersten Blick bequemer erscheint, steckt dahinter oft ein ungünstiger Wechselkurs.
Schauen Sie deshalb beim nächsten Mal kurz auf das Display, bevor Sie Ihre Zahlung bestätigen. Wer die Landeswährung wählt, vermeidet unnötige DCC-Aufschläge und spart möglicherweise bei jeder Zahlung ein paar Franken. Gerade bei längeren Ferien kann sich das durchaus lohnen.