Betrugsfallen im Ausland: So schützen Sie Ihre Karte und Ihr Geld

Betrüger werden immer raffinierter - und nutzen gezielt Situationen aus, in denen Reisende weniger aufmerksam sind. Manipulierte Bancomaten, gefälschte Hotelnachrichten oder betrügerische QR-Codes sind nur einige der Methoden, mit denen Kriminelle versuchen, an Geld und Kartendaten zu gelangen. Wer die häufigsten Betrugsmaschen kennt, kann verdächtige Situationen frühzeitig erkennen und sich gezielt schützen. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie achten sollten und wie Sie im Ernstfall richtig reagieren.

Sechs typische Betrugsfallen auf Reisen im Überblick.

Manipulierte Bancomaten: Wenn Geldabheben zur Falle wird

Beim Geldabheben im Ausland können manipulierte Bancomaten zur Gefahr werden. Beim sogenannten Skimming lesen Kriminelle mithilfe versteckter Geräte Kartendaten aus. Kleine Kameras oder manipulierte Tastaturen zeichnen zusätzlich die PIN-Eingabe auf.

So schützen Sie sich:

  • Sichere Standorte wählen: Nutzen Sie bevorzugt Bancomaten in Bankfilialen oder an gut überwachten Orten.

  • Automaten prüfen: Achten Sie auf ungewöhnliche Aufsätze oder lose Teile am Kartenschlitz und an der Tastatur.

  • PIN schützen: Verdecken Sie die Tastatur bei der Eingabe und lassen Sie sich nicht von Fremden helfen.

  • Bei Verdacht reagieren: Brechen Sie den Vorgang bei Auffälligkeiten ab und kontaktieren Sie bei einbehaltener Karte umgehend Ihren Kartenanbieter.

Mehr erfahren: Wie Sie manipulierte Bancomaten erkennen und sich vor Datendiebstahl schützen, erfahren Sie in unserem Blogbeitrag «Skimming erkennen: So schützen Sie Ihre Karte».

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Kartenbetrug im Restaurant: Wenn Ihre Karte aus dem Blickfeld verschwindet

Die Rechnung kommt, doch das Servicepersonal nimmt Ihre Karte zur Bezahlung mit. In solchen unbeobachteten Momenten könnten Betrüger Kartendaten fotografieren oder kopieren. Auch manipulierte Zahlungsterminals oder unbemerkt erhöhte Rechnungsbeträge stellen ein Risiko dar.

So schützen Sie sich:

  • Karte im Blick behalten: Bitten Sie um ein mobiles Zahlungsterminal oder bezahlen Sie direkt an der Kasse. Nutzen Sie nach Möglichkeit Apple Pay oder Google Pay, damit Sie Ihre physische Karte nicht aus der Hand geben müssen.

  • Betrag kontrollieren: Prüfen Sie die angezeigte Summe, bevor Sie die Zahlung bestätigen.

  • Transaktionen überprüfen: Kontrollieren Sie regelmässig Ihre Kartenbewegungen, um verdächtige Belastungen frühzeitig zu erkennen.

Tipp: Aktivieren Sie die Push-Benachrichtigungen in Ihrer Swiss Bankers App. So werden Sie über Kartentransaktionen informiert und können bei ungewöhnlichen Belastungen schnell reagieren.

Gefälschte Hotelnachrichten: Vorsicht bei Zahlungsaufforderungen

«Ihre Buchung wird storniert, wenn Sie Ihre Zahlungsdaten nicht innerhalb von 30 Minuten bestätigen.» Solche Nachrichten setzen Reisende gezielt unter Druck. Selbst wenn sie scheinbar von einem Hotel oder über eine bekannte Buchungsplattform stammen, kann sich dahinter ein Betrugsversuch verbergen.

So schützen Sie sich:

  • Zahlungslinks prüfen: Öffnen Sie keine unerwarteten Links, die zur Eingabe Ihrer Kartendaten auffordern.

  • Hotel direkt kontaktieren: Klären Sie ungewöhnliche Zahlungsaufforderungen über die Telefonnummer aus Ihrer Buchungsbestätigung oder von der offiziellen Hotelwebsite - niemals über Kontaktdaten aus der verdächtigen Nachricht.

  • Buchungsdetails vergleichen: Prüfen Sie, ob die geforderte Zahlung mit Ihrer ursprünglichen Buchungsbestätigung übereinstimmt.

  • Vertrauliche Daten schützen: Geben Sie niemals Ihre PIN, Passwörter oder Bestätigungscodes weiter.

Mehr erfahren: Wie Sie gefälschte Nachrichten und betrügerische Websites erkennen, erfahren Sie in unserem Blogbeitrag «Was tun bei Phishing?».

Taxi-Betrug: Wenn die Fahrt plötzlich teurer wird

Am Ende der Taxifahrt zeigt das Zahlungsterminal plötzlich einen höheren Betrag als das Taxameter. Wer in Eile ist, bemerkt die Abweichung möglicherweise erst später. Besonders in touristischen Regionen können überhöhte Fahrpreise und unerwartete Zusatzgebühren zur Kostenfalle werden.

So schützen Sie sich:

  • Offizielle Anbieter nutzen: Bevorzugen Sie lizenzierte Taxis oder bekannte Fahrdienst-Apps.

  • Fahrpreis vorab klären: Informieren Sie sich über die ungefähren Kosten oder vereinbaren Sie einen Festpreis.

  • Fahrpreis abgleichen: Vergleichen Sie den Betrag auf dem Taxameter oder in der App mit der Anzeige am Zahlungsterminal.

  • Quittung verlangen: Lassen Sie sich einen Beleg ausstellen, insbesondere wenn Ihnen der Betrag ungewöhnlich hoch erscheint.

Tipp: Bei Fahrdienst-Apps erfolgt die Bezahlung häufig direkt über die App. So kennen Sie den Fahrpreis im Voraus oder erhalten zumindest eine Preisschätzung und vermeiden zusätzliche Zahlungen im Fahrzeug.

Betrug in Wechselstuben: Wenn der günstige Kurs zur Falle wird

Verlockende Wechselkurse und Angebote ohne Kommission klingen besonders auf Reisen attraktiv. Doch nicht jede Wechselstube ist seriös. Versteckte Gebühren, ungünstige Umrechnungskurse oder sogar gefälschte Banknoten können dazu führen, dass Sie deutlich weniger Geld erhalten als erwartet.

So schützen Sie sich:

  • Seriöse Anbieter wählen: Wechseln Sie Geld nur bei offiziellen Banken oder zugelassenen Wechselstuben.

  • Wechselkurs prüfen: Vergleichen Sie die angebotenen Kurse und achten Sie auf versteckte Gebühren.

  • Bargeld nachzählen: Kontrollieren Sie die erhaltenen Banknoten direkt am Schalter.

  • Strassenangebote meiden: Lassen Sie sich nicht von besonders günstigen Wechselkursen auf der Strasse locken.

Tipp: Auch Wechselstuben, die mit «0 % Kommission» werben, sind nicht automatisch günstig. Entscheidend ist, wie viel Geld Sie nach Abzug aller Kosten tatsächlich erhalten.

Gut zu wissen: Mit der Swiss Bankers Bargeldbestellung können Sie Fremdwährungen bequem vor Ihrer Abreise bestellen und nach Hause liefern lassen. So haben Sie bereits bei Ihrer Ankunft Bargeld dabei und müssen nicht erst vor Ort nach einer geeigneten Wechselstube suchen.

Gefälschte QR-Codes: Wenn der Scan zur Betrugsfalle wird

Ob beim Parkieren, im Restaurant oder beim Ticketkauf - QR-Codes erleichtern viele Zahlungen auf Reisen. Doch Kriminelle können echte Codes durch manipulierte Aufkleber ersetzen. Beim sogenannten Quishing führen manipulierte QR-Codes auf gefälschte Websites, über die Betrüger Kartendaten abgreifen oder Reisende zu ungewollten Zahlungen verleiten.

So schützen Sie sich:

  • QR-Codes prüfen: Achten Sie auf überklebte oder nachträglich angebrachte Codes.

  • Webadresse kontrollieren: Überprüfen Sie die angezeigte Internetadresse, bevor Sie die Website öffnen.

  • Offizielle Apps nutzen: Bezahlen Sie nach Möglichkeit direkt über die App oder Website des Anbieters.

  • Zahlungen überprüfen: Kontrollieren Sie Betrag und Empfänger, bevor Sie eine Zahlung bestätigen.

Mehr erfahren: Wie Sie gefälschte QR-Codes erkennen und sich vor Betrug schützen, erfahren Sie in unserem Blogbeitrag «Quishing: Wenn QR-Codes zur Falle werden».

Kartenmissbrauch im Ausland: So reagieren Sie richtig

Trotz aller Vorsicht kann es zu Verlust, Diebstahl oder Kartenmissbrauch kommen. Dann zählt jede Minute:

  • Karte umgehend sichern:Nutzen Sie bei Verdacht auf Kartenmissbrauch in der Swiss Bankers App die Funktion «Karte ersetzen». Können Sie die App nicht verwenden, kontaktieren Sie sofort den offiziellen Kundenservice.

  • Verdächtige Zahlungen melden: Informieren Sie Ihren Kartenanbieter über unbekannte Belastungen und lassen Sie diese überprüfen.

  • Zugangsdaten sichern: Ändern Sie betroffene Passwörter und melden Sie verdächtige Zugriffe auf Ihre Konten.

  • Beweise aufbewahren: Sichern Sie Quittungen, Nachrichten und Screenshots. Bei Diebstahl oder Betrug sollten Sie zudem Anzeige bei der örtlichen Polizei erstatten.

Gut zu wissen: Bei Verlust, Diebstahl oder Verdacht auf Kartenmissbrauch finden Sie auf der Swiss Bankers Website weitere Informationen und Unterstützung.

Sicherheitsfunktionen der Swiss Bankers App im Überblick

Fazit: Mit einfachen Regeln sicherer reisen

Behalten Sie Ihre Karte beim Bezahlen im Blick, kontrollieren Sie Zahlungsbeträge und prüfen Sie unerwartete Zahlungsaufforderungen besonders sorgfältig. Kommt Ihnen etwas verdächtig vor, brechen Sie den Vorgang lieber ab. Bei Verdacht auf Kartenmissbrauch sollten Sie umgehend reagieren und Ihre Karte über die Swiss Bankers App oder den offiziellen Kundenservice sichern.