Hier finden Sie wichtige Hinweise und nützliche Informationen für Algerien.
Jeder Geldwechsel muss auf dem Deklarationsformular vermerkt werden.
Das Deklarationsformular muss bis zur Ausreise aufbewahrt werden.
Bei der Ausreise müssen Bankbelege über jeden Geldumtausch vorgelegt werden.
Geldwechsel sowie Käufe auf dem Schwarzmarkt ziehen sehr strenge Strafen nach sich.
In Algerien werden ausländische Prepaid Kreditkarten und Kreditkarten nur eingeschränkt akzeptiert, vor allem in grösseren internationalen Hotels und einzelnen weiteren Betrieben.
+/- 0 h; - 1 h während unserer Sommerzeit
Algier (Al Djazaïr)
Amtssprache
Arabisch, Tamazight
Verständigungsmöglichkeit
Französisch
230 Volt / 50 Hertz. Steckdosen der Typen C und F. Für dreipolige Schweizer Stecker ist ein Adapter erforderlich; zweipolige Eurostecker können in der Regel ohne Adapter verwendet werden
Banken
8.00 - 17.00 h (So - Do)
Öffnungszeiten können variieren. Einige Filialen legen eine Mittagspause von 12.00 bis 14.00 Uhr ein.
Geschäfte
9.00 - 12.00 h und 14.00 - 20.00 h (So - Do)
Öffnugszeiten können je nach Standort variieren. Einige Geschäfte öffnen auch freitags, wobei sie dann an einem anderen Wochentag geschlossen sind. In grösseren Einkaufszentren, insbesondere in Algier, sind die Geschäfte häufig von Sonntag bis Samstag durchgehend von 9.00 bis 22.00 Uhr geöffnet.
* Bitte beachten Sie, dass einige islamische Feiertage auf dem Mondkalender basieren und sich daher jährlich verschieben können.
Die folgenden Informationen richten sich an in der Schweiz wohnhafte Schweizer Staatsbürger. Für die Einreise nach Algerien sind die folgenden Dokumente erforderlich:
Ein Schweizerpass, der bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig ist.
Ein gültiges Visum, das vor der Reise bei der zuständigen algerischen Vertretung beantragt werden muss. Für organisierte Reisen nach Südalgerien über zugelassene Reiseveranstalter ist unter bestimmten Voraussetzungen ein Visum bei der Ankunft für maximal 30 Tage möglich. Dafür benötigen Sie eine vorab ausgestellte Boardinggenehmigung des Tourismusministeriums, eine Hotelreservierungsbestätigung und ein Rück- oder Weiterreiseticket.
Ein Rück- oder Weiterreiseticket.
Minderjährige mit algerischer Staatsangehörigkeit: Kinder unter 16 Jahren, die mit einem gültigen ausländischen Reisepass und in Begleitung ihrer Eltern oder Erziehungsberechtigten reisen, müssen das Verwandtschafts- bzw. Vertretungsverhältnis nachweisen können, beispielsweise mit einem Familienbuch, einer Geburtsurkunde oder einem entsprechenden Nachweis der Erziehungsberechtigung.
Gelbfieber: Ein internationaler Gelbfieber-Impfnachweis ist erforderlich, wenn Sie sich innerhalb der letzten 6 Tage vor der Einreise in einem Land mit Gelbfieberrisiko aufgehalten haben.
- Infos zuletzt aktualisiert im Oktober 2026 -
Die folgenden Temperaturangaben sind ungefähre Tageswerte. Je nach Region und Höhenlage können die Bedingungen deutlich abweichen.
Küstenregion (Mittelmeerklima)
Sommer (Juni bis August): Die Tagestemperaturen liegen häufig zwischen 25 °C und 35 °C. Das Klima ist trocken und sonnig, mit geringer Luftfeuchtigkeit. Durch die Meeresnähe kann es dennoch schwül sein. Küstenstädte wie Algier und Oran erleben angenehme Brisen vom Mittelmeer, die die Hitze mildern.
Winter (Dezember bis Februar): Tagsüber liegen die Temperaturen meist zwischen 10 °C und 18 °C. Regenfälle sind häufig, besonders in den Monaten Dezember und Januar. Schnee ist in Küstenregionen selten, aber höhere Lagen wie die Kabylei können Schneefall erleben.
Frühling/Herbst (März bis Mai und September bis November): Die Tageswerte bewegen sich häufig zwischen 15 °C und 25 °C. Das Wetter ist überwiegend mild, wobei vor allem im Spätherbst und im Frühling mit Regen gerechnet werden muss.
Hochebene (semiarides Klima)
Sommer (Juni bis August): Die Tagestemperaturen reichen häufig von 30 °C bis 40 °C. Es herrscht eine trockene Hitze, und die Region ist zeitweise von heissem Wüstenwind (Scirocco) betroffen.
Winter (Dezember bis Februar): Die Winter sind deutlich kälter als an der Küste. Nachts tritt häufig Frost auf; in höher gelegenen Städten wie Sétif und Batna sind auch Schneefälle möglich.
Frühling/Herbst (März bis Mai und September bis November): Die Temperaturen sind meist milder als im Hochsommer. Zwischen Tag und Nacht bestehen jedoch deutliche Unterschiede; zudem können starke Winde auftreten.
Sahararegion (Wüstenklima)
Sommer (Juni bis August): Die Sommer sind extrem heiss und trocken. In tiefer gelegenen Gebieten steigen die Tagestemperaturen häufig über 40 °C; bei Hitzewellen sind örtlich auch Werte um 50 °C möglich. Höher gelegene Orte können deutlich kühlere Bedingungen aufweisen. Niederschläge sind selten.
Winter (Dezember bis Februar): Tagsüber liegen die Temperaturen häufig zwischen 15 °C und 25 °C, nachts können sie auf 0 °C oder darunter fallen. Wüstenregionen erleben oft starke Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht.
Frühling/Herbst (März bis Mai und September bis November): Die Übergangszeiten sind meist weniger heiss als der Sommer, wobei die Temperaturen regional stark variieren. Sand- und Staubstürme können insbesondere im Frühling auftreten.
Atlasgebirge (Gebirgsklima)
Sommer (Juni bis August): Die Temperaturen hängen stark von der Höhenlage ab. In mittleren Lagen sind warme Tage üblich, während es auf höheren Bergen und nachts deutlich kühler wird.
Winter (Dezember bis Februar): In höheren Lagen sind Frost und Schnee häufig. Die Bedingungen können winterlich sein; Schneemenge und Befahrbarkeit der Bergstrassen schwanken je nach Witterung.
Frühling/Herbst (März bis Mai und September bis November): In tieferen und mittleren Lagen herrschen häufig milde Bedingungen. Auf höheren Bergen kann im Frühling noch Schnee liegen; im Herbst sind frühe Kälteeinbrüche möglich.
Die perfekte Reisezeit für Algerien
Badeferien: Juni bis September. Die Küste bietet meist warmes, sonniges Wetter. Im Juli und August kann es sehr heiss werden; Juni und September sind häufig angenehmer.
Städtetrips: März bis Mai und September bis November. Diese Monate sind meist milder als der Hochsommer und eignen sich gut, um Städte wie Algier, Oran oder Constantine zu erkunden, ohne die Sommerhitze. Im Spätherbst muss vermehrt mit Regen gerechnet werden.
Winterferien: Dezember bis Februar. Im Atlasgebirge sind winterliche Landschaften möglich. Ob Wintersportangebote genutzt werden können, hängt von der aktuellen Schneelage und den örtlichen Betriebsbedingungen ab.
Wüstenreisen: Oktober bis März. Die Temperaturen sind meist angenehmer als im Sommer. Für die teilweise sehr kalten Nächte ist warme Kleidung erforderlich.
Handynutzung: Es entstehen Gebühren bei der Handynutzung in Algerien (Roaming). Es ist ratsam, vor der Reise die Roaming-Gebühren zu überprüfen und gegebenenfalls spezielle Roaming-Pakete zu erwerben, um Kosten zu reduzieren. Die Netzabdeckung ist in grösseren Städten meist besser als in ländlichen Regionen. In abgelegenen Gebieten und in der Sahara kann der Empfang eingeschränkt sein oder vollständig fehlen.
WLAN: WLAN wird in vielen Hotels sowie in ausgewählten Restaurants und Cafés angeboten. Verfügbarkeit, Kosten und Geschwindigkeit variieren. In abgelegenen Gebieten oder kleineren Orten ist WLAN weniger verbreitet. Es empfiehlt sich, sensible Daten nur über gesicherte Netzwerke zu übertragen.
Prepaid-SIM-Karten: Es ist möglich, vor Ort eine Prepaid-SIM-Karte zu kaufen, um lokale Anrufe zu tätigen und mobile Daten zu nutzen. Es gibt verschiedene Mobilfunkanbieter in Algerien wie Mobilis, Djezzy oder Ooredoo. Für den Kauf und die Registrierung ist ein gültiger Identitätsnachweis erforderlich. Nehmen Sie als ausländische Reisende Ihren Reisepass mit.
Kasbah von Algier: Die historische Altstadt von Algier gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die engen Gassen, traditionellen Häuser und malerischen Innenhöfe bieten Einblicke in die osmanische Geschichte.
Tassili n’Ajjer, südöstliche Sahara: Dieses UNESCO-Weltkulturerbe beeindruckt mit prähistorischen Felsmalereien und surrealen Felsformationen. Ein Paradies für Wanderer und Wüstenliebhaber.
Ruinen von Timgad, Batna: Die antike römische Stadt Timgad ist einaussergewöhnlich gut erhaltener Stadtgrundriss einer römischen Kolonialstadt. Besonders beeindruckend sind der Trajansbogen und das römische Theater.
Ghardaïa, M’Zab-Tal: Diese historische Stadt ist das Herz des M’Zab-Tals und bekannt für ihre einzigartige Architektur und das traditionelle Leben der Berbergemeinden.
El Kala Nationalpark: Dieses Biosphärenreservat vereint dichte Wälder, Seen und Küstenlandschaften. Ein Rückzugsort für seltene Tier- und Pflanzenarten.
Hoggar-Gebirge, Tamanrasset: Diese Gebirgskette in der Sahara bietet atemberaubende Landschaften mit bizarren Felsformationen und den höchsten Gipfeln Algeriens.
Ruinen von Djemila, Sétif: Eine weitere beeindruckende römische Ruinenstadt, die durch ihre gut erhaltenen Mosaike und das Forum besticht. Perfekt für Geschichtsliebhaber.
Beni Hammad-Festung, M’Sila: Die Überreste dieser Festung aus dem 11. Jahrhundert sind ein UNESCO-Weltkulturerbe und geben Einblick in die glanzvolle Vergangenheit der Hammadiden-Dynastie.
Oran: Diese Küstenstadt beeindruckt mit der Festung Santa Cruz, kolonialer Architektur und lebendiger Atmosphäre. Sie gilt als kulturelles Zentrum Westalgeriens.
Jardin d’Essai du Hamma, Algier: Der botanische Garten in Algier ist eine grüne Oase mit Pflanzen aus aller Welt. Ideal für einen entspannten Spaziergang inmitten der Stadt.
Couscous: Das Nationalgericht Algeriens wird traditionell mit gedämpftem Hartweizengriess, Gemüse und Fleisch serviert. Es wird häufig bei Festen und gemeinsamen Mahlzeiten serviert und aus einer grossen gemeinsamen Schüssel gegessen.
Chorba: Eine würzige Suppe mit je nach Rezept Lamm-, Rind- oder Geflügelfleisch, Gemüse und Kräutern, die besonders während des Ramadan beliebt ist. Sie wird oft mit Fladenbrot serviert.
Rechta: Feine, meist gedämpfte Nudeln, die häufig mit Poulet, Kichererbsen und Gemüse in einer hellen, würzigen Sauce serviert werden. Das Gericht ist besonders im Raum Algier verbreitet und wird gerne zu festlichen Anlässen zubereitet.
Tajine: Unter dieser Bezeichnung gibt es verschiedene Schmorgerichte, sowohl herzhafte als auch süsse Varianten. Bekannt ist beispielsweise Lham Lahlou, ein süsses Fleischgericht mit Trockenfrüchten.
Makroudh: Ein traditionelles Gebäck aus Dattelpaste und Hartweizengriess, das in Öl frittiert und in Honig getränkt wird. Perfekt für Naschkatzen.
Harissa: Eine scharfe Chilipaste, die häufig als Beilage verwendet wird, um Gerichte zu würzen. Sie ist ein wesentlicher Bestandteil der nordafrikanischen Küche.
Mechoui: Ein langsam gegrilltes Lamm, das traditionell bei festlichen Anlässen serviert wird. Es wird oft mit minimalen Gewürzen zubereitet, um den natürlichen Geschmack des Fleisches zu betonen.
Datteln und Trockenfrüchte: Algerien ist bekannt für seine hochwertigen Datteln, insbesondere die Deglet Nour, die als «Königin der Datteln» gilt. Sie sind ein wichtiger Bestandteil der algerischen Küche.
Minztee: Der süsse grüne Tee mit frischer Minze ist ein typisches Getränk und wird oft mit Gastfreundschaft und Gemütlichkeit verbunden.
Bourak: Knusprig frittierte Teigrollen oder Teigtaschen aus dünnem Brikteig. Die Füllungen variieren und können beispielsweise Hackfleisch, Kartoffeln, Gemüse oder Käse enthalten. Bourak sind besonders während des Ramadan beliebt.
Begrüssung mit passenden Floskeln in der Landessprache: In Algerien wird viel Wert auf eine herzliche Begrüssung gelegt. Übliche Floskeln sind „Salam Aleikum“ (Friede sei mit dir), worauf mit „Wa Aleikum Salam“ (Und auch mit dir sei Friede) geantwortet wird. Ein Händedruck ist unter Männern üblich, während zwischen Männern und Frauen ein kurzer verbaler Gruss oft genügt, um die kulturellen Gepflogenheiten zu respektieren.
Bitte und Danke sagen mit passenden Floskeln in der Landessprache: „Schukran“ (Danke) und „Min fadlak/min fadlik“ (Bitte) gehören zu den grundlegenden Höflichkeitsfloskeln. „Afwan“ bedeutet meist „gern geschehen“ und wird als Antwort auf einen Dank verwendet. Auch „Barak Allah fik“ (Gott segne dich) wird häufig als Dank verwendet.
Kleidung: Es wird empfohlen, sich zurückhaltend zu kleiden, besonders in ländlichen Gegenden. Schulter- und kniebedeckende Kleidung ist insbesondere beim Besuch religiöser Stätten und in konservativ geprägten Gegenden angemessen. Orientieren Sie sich auch in Städten an den örtlichen Gepflogenheiten.
Esskultur: Mahlzeiten werden oft in Gemeinschaft eingenommen, und es ist höflich, die Einladung zu einem Essen anzunehmen. Gegessen wird traditionell mit der rechten Hand. Wenn Sie bestimmte Lebensmittel nicht essen möchten oder vertragen, können Sie dies freundlich erklären.
Rauchen: Beachten Sie Rauchverbote und die örtlichen Hinweise, insbesondere in öffentlichen Gebäuden, Verkehrsmitteln und gastronomischen Betrieben. Man sollte sich erkundigen, ob Rauchen in privaten Haushalten gestattet ist, bevor man eine Zigarette anzündet.
Trinkgeld: Trinkgeld ist in Algerien nicht verpflichtend, wird aber geschätzt. In Restaurants können Sie bei gutem Service den Betrag aufrunden oder ein kleines Trinkgeld geben. Auch Taxifahrer und Hotelpersonal freuen sich über eine kleine Anerkennung.
Sonstiges: Respekt vor Religion und Traditionen ist besonders wichtig. Während des Ramadan sollte man tagsüber in der Öffentlichkeit nicht essen, trinken oder rauchen. Dies gilt auch im eigenen Auto. Fotografieren Sie keine Personen ohne vorherige Erlaubnis, besonders Frauen. Gastfreundschaft hat in Algerien einen hohen Stellenwert, und man sollte Einladungen respektvoll annehmen. Für eine Einladung können Sie sich herzlich bedanken; eine freundliche Absage ist ebenfalls möglich.
Trinkwasserqualität: Verwenden Sie zum Trinken und Zähneputzen abgefülltes, abgekochtes oder anderweitig sicher aufbereitetes Wasser. Achten Sie bei abgefülltem Wasser auf einen unversehrten Verschluss. Verzichten Sie auf Eiswürfel, wenn die Wasserqualität nicht gesichert ist.
- Infos zuletzt aktualisiert im Januar 2025 -
Informieren Sie sich vor und während der Reise in den Medien über die aktuelle Lage und bleiben Sie mit Ihrem Reiseveranstalter in Kontakt.
Mehr Infos zur aktuellen Sicherheitslage finden Sie auf der Internetseite des Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA).
Der persönlichen Sicherheit ist grosse Aufmerksamkeit zu schenken. Von Reisen in einzelne Landesteile wird abgeraten.
Die instabile Sicherheitslage in der Region hat Auswirkungen vor allem auf den Süden des Landes sowie auf das gesamte Grenzgebiet. In den Grenzgebieten zu den Nachbarländern Tunesien, Libyen, Niger, Mali, Mauretanien sowie in der Nähe der Westsahara besteht ein hohes Anschlags- und Entführungsrisiko. In einem grossen Teil dieses Gebietes sind kriminelle, bewaffnete oder terroristische Gruppen aktiv.
Die algerischen Behörden führen Operationen zur Terrorismusbekämpfung durch; trotzdem besteht das Risiko von Terroranschlägen im ganzen Land. In gewissen Regionen ist die Terrorismusgefahr erhöht (siehe Kapitel Spezifische regionale Risiken). Terroristische Anschläge zielen in erster Linie auf öffentliche Einrichtungen und gegen staatliche Sicherheitskräfte, jedoch können diese auch ausländische Firmen und von ausländischen Staatsangehörigen besuchte Orte treffen. Es besteht die Gefahr, dass ausländische Staatsangehörige Opfer von Einzeltätern werden.
In grossen Teilen der Sahara sind bewaffnete Banden und terroristische Gruppierungen aktiv, die vom Schmuggel und von Entführungen leben. Sie sind gut organisiert, operieren grenzüberschreitend und haben Verbindungen zu lokalen, kriminellen Gruppen.
Das Entführungsrisiko in einzelnen Gebieten ist hoch; ausländische Staatsangehörige können ebenfalls Opfer von Entführungen sein (siehe Kapitel Spezifische regionale Risiken). Auch in den übrigen Gebieten des Landes kann das Entführungsrisiko nicht ausgeschlossen werden.
Besonders in den Städten kann es zu Demonstrationen kommen. Gewalttätige Zusammenstösse zwischen Demonstrierenden und den Sicherheitskräften können dabei nicht ausgeschlossen werden. Auch mit Streiks muss gerechnet werden.
- Infos zuletzt aktualisiert im Januar 2025 -
Führerausweis: Der internationale Führerausweis wird empfohlen. Dieser gilt vor Ort nur zusammen mit Ihrem nationalen Führerausweis und ist bei den Kontaktstellen des TCS oder beim Strassenverkehrsamt Ihres Wohnkantons erhältlich.
Fernzüge: Das nationale Schienennetz wird von der Société Nationale des Transports Ferroviaires (SNTF) betrieben. Fernzüge verbinden grosse Städte wie Algier, Oran und Constantine. Ausstattung, Komfort und Fahrtdauer unterscheiden sich je nach Verbindung und eingesetztem Zug. Reservierungen werden für lange Strecken empfohlen.
Regionale Züge: Regional- und Vorortzüge ergänzen den Fernverkehr. Nicht alle Orte sind mit der Bahn erreichbar. Prüfen Sie die aktuellen Strecken und Fahrpläne vor der Reise bei der SNTF.
Autobusse: Autobusse sind wichtige Verkehrsmittel für Fern- und Regionalreisen. Es gibt staatliche und private Anbieter, wobei die Qualität und Pünktlichkeit variieren. Die grösseren Busbahnhöfe in Städten wie Algier und Oran sind zentrale Knotenpunkte für Busverbindungen im ganzen Land.
U-Bahn/Strassenbahn: Algier verfügt über eine moderne U-Bahn, die seit 2011 in Betrieb ist und den Verkehr in der Hauptstadt entlastet. Zudem gibt es Strassenbahnen in Städten wie Algier, Oran und Constantine, die eine bequeme Möglichkeit für kurze Strecken innerhalb der Stadt bieten.
Fahrkarten: Bahnfahrkarten erhalten Sie an Bahnhöfen; Busfahrkarten je nach Anbieter am Busbahnhof, an Verkaufsstellen oder beim Fahrpersonal. Für U-Bahn und Strassenbahn gibt es eigene Verkaufsstellen und teilweise Automaten. Es empfiehlt sich, immer ausreichend Bargeld in Landeswährung mitzuführen, da Kartenzahlungen nicht überall möglich sind.
Sonstiges: Taxis und sogenannte Sammeltaxis sind eine häufig genutzte Alternative zum öffentlichen Verkehr. Sie sind besonders praktisch in Gegenden ohne direkten Zugang zu Bahn oder Bus. Achten Sie bei Einzeltaxis darauf, dass der Taxameter eingeschaltet wird, oder vereinbaren Sie den Fahrpreis vor Fahrtantritt. Bei Sammeltaxis sollten Sie den Preis pro Person und das Fahrtziel vorab klären.
Flughafen Algier (ALG), Algier: Direktflüge von Genf und Basel-Mulhouse. Flugtage und Häufigkeit variieren je nach Saison und Fluggesellschaft.
Flughafen Oran (ORN), Oran: Direktverbindungen ab Basel-Mulhouse werden je nach Flugplan angeboten. Weitere Verbindungen sind mit Umstieg möglich.
Internationale Verbindungen werden unter anderem von Air Algérie, ASL Airlines France, Lufthansa, Turkish Airlines und Air France angeboten. Im Inlandverkehr ist auch Domestic Airlines, die frühere Tassili Airlines und heutige Tochtergesellschaft von Air Algérie, tätig. Prüfen Sie die aktuellen Verbindungen direkt bei den Fluggesellschaften.
00 41 (die Null der Schweizer-Netzgruppe weglassen)
Polizei: 1548 oder 17
Ambulanz: 14 oder 1021 (Protection civile)
Feuerwehr: 14 oder 1021 (Protection civile)
Ambassade de Suisse
9-11 rue Slimane Amirat
(ex chemin Dr Lucien Raynaud)
16070 El Mouradia - Alger
Tel.: +213 21 981 000
Email: alger@eda.admin.ch
Postadresse:
Ambassade de Suisse
B.P. 443
16035 Hydra / Alger
Algérie
Spezifische regionale Risiken
Bei der Beschreibung von Gefahrenzonen handelt es sich um ungefähre Angaben; Risiken lassen sich nicht auf exakt umrissene Gebiete einschränken.
Kabylei (Nordosten): In der Kabylei kommt es immer wieder zu Unruhen. In abgelegenen Regionen besteht ein hohes Risiko von Entführungen. Zeitweise kommt es zu bewaffneten Zusammenstössen zwischen Armee und terroristischen und anderen bewaffneten Gruppierungen. Von Reisen in abgelegene Regionen der Kabylei (Bergregionen) wird abgeraten.
Grenzgebiet zu Marokko: Von touristischen und nicht dringenden Reisen ins Grenzgebiet zu Marokko wird abgeraten. Der Grenzübertritt auf dem Landweg zu Marokko ist verboten.
In diesem Gebiet sind noch Minenfelder vorhanden. Halten Sie sich deshalb an die häufig befahrenen Strassen und informieren Sie sich im Zweifelsfall bei den lokalen Behörden und Ihrer Reiseleitung.
Nordosten und Grenzgebiet zu Tunesien: Von Reisen in das Grenzgebiet zu Tunesien wird weiträumig abgeraten. Lassen Sie in den übrigen Gebieten, insbesondere in den Provinzen Tebessa, Batna und Khenchela, erhöhte Vorsicht walten.
Es besteht ein hohes Risiko von Attentaten und Entführungen. In diesen Gebieten sind terroristische Gruppierungen aktiv. Sie sind gut organisiert, gewaltbereit und operieren grenzüberschreitend. Gelegentlich kommt es zu Gefechten zwischen den Sicherheitskräften und terroristischen Gruppierungen. Ausserdem sind noch Minenfelder vorhanden.
Südosten und Süden: Von Reisen in folgende Provinzen wird abgeraten:
Grenzprovinzen zu Libyen/zum Niger: Illizi, Djanet. Südprovinzen: Tamanrasset, In Guezzam, Bordj Baji Mokhtar. In der Provinz Adrar ist das Grenzgebiet zu Mali grossräumig zu meiden.
Die Sicherheitslage in Libyen, Niger und Mali wirkt sich auf die Sicherheitslage im Süden von Algerien aus. Durchlässige Grenzen und die Nähe zur Sahelzone ermöglichen es sowohl terroristischen als auch kriminellen Netzwerken, einfacher zu operieren und sich zu koordinieren.
Auch Ausländerinnen und Ausländer können Opfer von Mordfällen und Entführungen werden. Das Terrorismusrisiko ist hoch.
In der Grenzregion zu Mauretanien ist mit höheren Spannungen zwischen verschiedenen Akteuren zu rechnen.
Besondere rechtliche Bestimmungen
Strafbar sind unter anderem:
gleichgeschlechtliche Handlungen
uniformierte Personen, militärische Einrichtungen und öffentliche Bauten (Flughäfen, Antennenmaste, Brücken usw.) zu fotografieren
die Einfuhr von Feldstechern, funkferngesteuerten Drohnen, GPS und ähnlichen Geräten. Diese werden bei den Ankunftskontrollen systematisch mit dem Scanner gesucht und konfisziert.
während des Fastenmonats Ramadan tagsüber in der Öffentlichkeit (auch im eigenen Auto) essen, trinken und rauchen.
Einfuhrbeschränkungen bestehen bei Büchern und Gegenständen mit religiösem Hintergrund, welche nicht für den persönlichen Gebrauch bestimmt sind.
Verstösse gegen das Betäubungsmittelgesetz (Einfuhr, Verkauf und Konsum) werden schon bei geringsten Mengen und bei jeder Art von Drogen hart bestraft. Es kann selbst die Todesstrafe verhängt werden.
Die Einfuhr, der Umtausch und die Wiederausfuhr von Devisen unterliegen Beschränkungen.
Die Haftbedingungen sind prekär.
Kulturelle Besonderheiten
Naturbedingte Risiken
Im Norden des Landes können sich gelegentlich Erdbeben ereignen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Erdbeben oder Vulkanausbrüche im Mittelmeerraum Tsunami auslösen, die alle Küstengebiete des Mittelmeeres erreichen können.
Bei heftigen Regenfällen können sich ausgetrocknete Bachbette (Wadis) in kürzester Zeit in reissende Flüsse verwandeln. Vor allem in den Bergen können sich die Witterungsverhältnisse rasch ändern. Auch der Reiseverkehr kann vorübergehend beeinträchtigt werden.
Im Sommer besteht vielerorts Waldbrandgefahr.
Beachten Sie die Wettervorhersagen sowie die Warnungen und Anweisungen der lokalen Behörden, insbesondere in Bezug auf Evakuationsbefehle. Weitere Infos unter: Météo Algérie
Sollte sich während Ihres Aufenthalts eine Naturkatastrophe ereignen, melden Sie sich möglichst rasch bei Ihren Angehörigen und befolgen Sie die Anweisungen der lokalen Behörden. Sind die Verbindungen ins Ausland unterbrochen, kontaktieren Sie die Schweizer Botschaft in Algier.
Besondere Hinweise
Erkundigen Sie sich frühzeitig bei den algerischen Behörden über die genauen Vorschriften und notwendigen Arbeitsgenehmigungen, besonders wenn Sie eine journalistische Tätigkeit auf algerischem Staatsgebiet ausüben möchten. Dies gilt auch für Staatsangehörige mit algerischer Doppelbürgerschaft.
In gewissen Teilen des Landes verbieten die algerischen Behörden ausländischen Staatsangehörigen den Zutritt. Bestimmte Gebiete dürfen durch ausländische Staatsangehörige nur mit einer Bewilligung der Polizei und in Begleitung durch eine Sicherheitseskorte oder mit Einschränkungen bezüglich bestimmter, durch die Behörden bewilligter Tage oder Stunden bereist werden. Dies betrifft verschiedenste Orte, wie beispielsweise das Kloster Tibhirine. Erkundigen Sie sich bei den lokalen Behörden über die genauen Bestimmungen.
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